Sloop kazerne te Erle

NATO Erle
Es gibt Neuigkeiten, was die alte NATO-Station in Erle angeht.Die Bundesrepublik Deutschland hat das ehemalige Kasernen-Gelände an die
Gemeinde Raesfeld verkauft.Die plant dort alles abzureißen um dort Wohnhäuser bauen zu können.

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Een artikel uit de krant:
30-9-2008

Ein Platz für allerlei Aufgaben
In der eigenen Schule wurden die Kinder der Soldaten unterrichtet.
(Fotos: BZ-Archiv)
as Gelände, auf dem die ehemalige Nato-Kaserne errichtet wurde, kann auf eine wechselvolle Geschichte und zahlreiche Nutzungen zurückblicken.
Von 1963 bis 1975 waren Soldaten der 221. Squadron der Königlichen Niederländischen Luftwaffe dort stationiert insgesamt rund 700 Soldaten. Mit einem Fest im März 1975 verabschiedeten sich Kommandeur Pannekoek und seine Männer von den Erlern. Ein erstes militärisches Kapitel im Kalten Krieg ging damit zu Ende. Mit dem Abzug der Raketen-Spezialisten standen auch mit einem Schlag etliche Wohnungen in Erle leer. Doch es dauerte nicht lange, bis in die Kaserne neben Amerikanern neue Angehörige einer Streitmacht unter der Regie der Nato einzogen.
Kommandant Vangheluwe (Zweiter von links) mit weiteren Landsleuten vor dem Verwaltungsgebäude der Kaserne und der belgischen Flagge.
(Fotos: BZ-Archiv)

Auf die Niederländer folgten ein Jahr später Belgier. Das 57. Raketen-Geschwader stand zunächst unter dem Kommando von Gilbert Vangheluwe. Mit den Soldaten kamen auch deren Frauen und zahlreiche Kinder nach Erle. Für den Nachwuchs standen in der Kaserne auch ein Kindergarten und eine eigene Schule zur Verfügung. Damals war Ludwig Kuhlmann Ortsvorsteher und er hoffte, “dass sich die Neuen harmonisch in das Gemeindewesen einfügen.”

Rund acht Jahre dauerte das “Gastspiel” der Belgier, bis aufgrund von Sparmaßnahmen der Abzug der Belgier beschlossen und 1983 umgesetzt wurde. Mit dem Weggang der Belgier gerieten auch die Arbeitsplätze von zwölf deutschen Zivilbeschäftigten (zumeist Handwerker aus Erle, Rhade, Dorsten und Velen) in Gefahr.

Mit dem Ende der belgischen Ära schien auch das Ende der militärischen Nutzung gekommen zu sein die Entspannungspolitik und Abrüstungsbemühungen waren mittlerweile weiter fortgeschritten. Später waren noch Amerikaner, die von je her die Befehlsgewalt über die Raketenstellungen hatten, im Gespräch. Von 300 bis 600 Mann war zwischenzeitlich die Rede doch die Amerikaner planten indes anders.

Einen Teil des Geländes genauer gesagt das hölzerne Schul- und Kindergartengebäude nutzte daraufhin die Kirchengemeinde St. Silvester. Der gleichnamige Kindergarten brachte dort zwei Gruppen unter. Später dann wurde eine erste Fläche aus dem Areal herausgekauft. “Zaun an Zaun” mit dem Ex-Kasernengelände residiert bis heute der katholische Kindergarten St. Nikolaus.

Die Nacht vom 8. auf den 9. Mai 1989 war eine besondere für Erle und für das Gebiet am Holten. Die ersten Aussiedler aus Kasachstan trafen ein. Das Deutsche Rote Kreuz betreute von da an Deutschstämmige in Erle. In den ehemaligen Soldaten-Unterkünften fanden die Menschen zunächst eine erste Bleibe in Deutschland. Dieser Zielgruppe blieb das DRK mit seiner weiteren Arbeit treu. Am 13. Oktober 1995 öffnete dort das Migrationszentrum, eine Integrationsstätte für Spätaussiedler. Nach fünf Jahren ging auch diese Arbeit dort zu Ende. Das DRK zog aus, Asylbewerber ein. Auch diese haben dem Gelände den Rücken gekehrt. Seitdem liegt das Gelände brach.

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20 – 10 – 2008

Kasernengelände gehört jetzt der Gemeinde
Erle (era/pd). Wie die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben am Dienstagnachmittag mitgeteilt hat, ist der Verkauf des ehemaligen Nato-Kasernen-Geländes vollzogen worden. Ebenfalls am Dienstag wurde der Kaufvertrag mit der Gemeinde Raesfeld beurkundet. Damit ist die Kommune nun Eigentümerin des knapp 40.000 Quadratmeter großen Areals. Die Kaserne wurde in den 1960er Jahren als Unterkunftsbereich für die in einer benachbarten Raketenabschussbasis diensthabenden Soldaten der niederländischen und belgischen Streitkräfte errichtet. Die militärische Nutzung, so die Bundesanstalt, endete 1988/1989. Anschließend wurde in den leer stehenden Gebäuden ein Erstaufnahmelager für Aussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion und deren Nachfolgestaaten eingerichtet. Ein Migrationszentrum und Asylbewerberunterkünfte folgten (die BZ berichtete). Die Gemeinde Raesfeld ist schon seit längerer Zeit an dem Gelände westlich vom Holten interessiert und hatte bei der Bundesanstalt immer wieder auf den Verkauf gedrängt. Dass der Verkauf sich so lange hinausgezögert hat, begründet die Bundesanstalt in ihrer Pressemitteilung damit, dass es unterschiedliche Vorstellungen über den Kaufpreis gegeben habe. Jetzt ist aber alles in trockenen Tüchern. Wie die Gemeinde Raesfeld bereits angekündigt hat, wolle sie, nachdem der Kaufvertrag beurkundet worden ist, zügig mit dem Abbruch der maroden Gebäude beginnen, um das Terrain für eine spätere Wohnbebauung vorzubereiten. Auf einer Teilfläche von rund einem Hektar Größe beabsichtige die Gemeinde Baugrundstücke zu schaffen, die vorzugsweise nach dem “Einheimischen-Modell” veräußert werden sollen.